Daß Zigaretten nicht gesund sind, wissen wir alle.
Was ich aber nicht wußte, ist, daß Tabak radioaktiv strahlt. Und zwar bis zu 1000 mal stärker als Blätter, die rund um Tschernobyl gesammelt wurden!
Griechische Wissenschaftler von der Universität Thessaloniki stellten fest, daß es sich dabei v.a. um Polonium handelt, welches über Phosphatdünger und die Luft in die Tabakpflanzen gerät.
Constantin Papastefanou veröffentlichte in der Fachzeitschrift „Radiation Protection Dosimetry“, daß ein Raucher mit durchschnittlich 30 Zigaretten täglich auf das Jahr umgelegt bei 251 Micro-Sieverts liegt. Die Strahlungsmenge, die jährlich um Tschernobyl herum abgegeben wird, liegt hingegen bei ca. 0,199 Micro-Sieverts!
Das Polonium verflüchtigt sich in der brennenden Zigarette bei 600 – 800 °C, was dazu führt, daß 30-50 % des Poloniums in den inhalierten Rauch gelangen. Es setzt sich dann im äußeren Lungengewebe, v.a. in den Schleimhäuten der Bronchien fest.
Daß radioaktive Strahlung das Krebs-Risiko erhöht, wissen wir spätestens seit der extremen Häufung der Krebsfälle nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl.
Ich muß sagen, wenn ich nicht schon vor Jahren mit Rauchen aufgehört hätte, würde mir spätestens diese Untersuchung den Appetit auf den Glimmstengel verhageln.
Wäre diese Untersuchung nicht ein guter Grund, das Rauchen nun wirklich sein zu lassen?
Ich möchte diese, aus dem Zusammenhang gerissenen, „wissenschaftlichen“ Details stark anzweifeln. Wenn Polonium tatsächlich über Phosphatdünger und die Luft in die Tabakpflanze geraten würde – warum dann nur in die Tabakpflanze und nicht in all die anderen wunderschönen Dinge, die wir täglich essen? Weil wir die nicht verbrennen und deswegen bei den Karotten und beim Spinat das Polonium einfach wieder ausgeschieden wird? Naja, schwer zu glauben.
Und ich denke, ein leidenschaflticher Raucher wie ich, braucht nicht diese Studie um „es nun wirklich sein zu lassen“ – ich weiß, dass Rauchen tödlich sein kann. Und der Effekte durch die angebliche Radioaktiviät in der Zigarette ist garantiert vollkommen zu vernächlässigen im Vergleich zur schlichten Schädlichkeit des Rauchens per se.
Das klingt mir doch wieder nach einem wundervollen Nichtraucherargument für Nichtraucher.
http://raucherkultur.wordpress.com/
Von: petersterl am 26. Juni 2009
um 14:51
[...] via Tabak strahlt stärker als Blätter rund um Tschernobyl! « Gesundheit und Spiritualität. [...]
Von: Nichtracherargumente für Nichtraucher: Tabak strahlt stärker als Blätter rund um Tschernobyl! « Gesundheit und Spiritualität « Rauchen ist Kultur am 26. Juni 2009
um 14:57
Ob aus dem Zusammenhang gerissen oder nicht:
Ich fand es ebenfalls erstaunlich, daß gerade an Tabakpflanzen solche Zusammenhänge entdeckt werden. Sie können da natürlich jetzt Zusammenhänge sehen mit militanter Nichtraucher-Propaganda. Mir sind sie nicht bekannt.
Ich persönlich informiere darüber.
So kenne ich auch genug Raucher, die dringend aufhören wollen, aber nicht loskommen und für die vllt eine derartige Info genau der letzte Anstoß sein wird.
Mich zumindest hätte es damals abgeschreckt.
Es ist doch auch jedermanns persönliche Entscheidung, ob er/sie raucht oder eben nicht.
Es ist nicht meine Gesundheit und ich gehöre sicherlich nicht zu den militanten oder missionierenden Nichtrauchern.
Ich kann Ihnen leider nicht sagen, wieso gerade Tabakpflanzen Gegenstand der Untersuchung sind. Habe ich mich auch gefragt.
Vllt hat es beeinflussende Gründe, vllt ist es wirklich so, daß die Pflanze manche Stoffe stärker anreichert als andere Pflanzen.
Denken Sie an die Waldpilze und die Tschernobyl-Folgen. Natürlich essen deswegen genug Menschen noch verstrahlte Pilze. Jedem seins – genauso wie beim Rauchen auch.
In diesem Sinne:
Lassen Sie sich ihren Glimmstengel schmecken!
Von: synchronizitaet am 26. Juni 2009
um 15:50
Ich habe jedenfalls den Eindruck, Sie haben eine humanistische Grundhaltung. Wir können also verschiedener Meinung sein und trotzdem fröhlich weiter leben.
Wenn es mehr Menschen wie Sie gäbe, wäre die Welt ein noch schönerer Ort. Und das meine ich überhaupt nicht polemisch!
Von: petersterl am 26. Juni 2009
um 16:54
Herr Sterl, das ist sehr nett von Ihnen, danke!

Natürlich können wir verschiedener Meinung sein, wäre schlimm, wenn nicht.
„Fröhlich leben und fröhlich leben lassen“ sozusagen…
Viele Grüße!
Von: synchronizitaet am 27. Juni 2009
um 09:02
Obwohl ich selbst Nichraucher bin (schon seit Geburt an) muss ich petersterl Recht geben, dass die Studie so für sich genommen nicht wirklich aussagekräftig ist.
Das im Tabak nur Mist steckt beweist doch schon allein die Tatsache, dass in einer Zigarette durchschnittlich 100 von 300 bekannten künstlichen Zusatzstoffen stecken, die nur dazu dienen diese leichter Bekömmlich und den Raucher abhängiger zu machen.
Und wenn dass einen Raucher schon nicht abschreckt, bezweifle ich, dass ein wenig Radioaktivität etwas ausmachen wird.
Von: Alex am 26. Juni 2009
um 15:57
Von wegen „bekömmlich“: Ich habe die „normalen“ Zigaretten geraucht und die ohne Zusatzstoffe.
Ich kann nicht behaupten, daß ich die Standard-Zigarette bekömmlicher gefunden hätte.
Sie bringen eher dazu, direkt danach eine Zweite anzuzünden.
Steigert ja auch den Umsatz *hust*.
Von: synchronizitaet am 26. Juni 2009
um 16:08
Mit „Bekömmlich“ meinte ich, dass der „Einsteiger“ weniger Probleme damit hat. So wird zum Beispiel Menthol bei gemischt, damit die Lunge weniger Probleme mit dem Rauch hat. Denn die natürliche Reaktion einer Lunge auf Rauch ist, den Körper auf eine mögliche Gefahrensituation vorzubreiten (Rauch = Feuer ==> Gefahr ==> u.a. Adrenalinzufuhr erhöhen) und den Rauch (u.a. durch Husten) so schnell wie möglich wieder aus dem Körper zu entfernen.
Menthol wirkt nun wie ein Lokalanästetikum und betäubt die Lunge, um diese „Abwehrreaktionen“ zu verringern.
Mit der Zeit gewöhnt sich der Körper an den Rauch und braucht deshalb das Menthol nicht mehr. Allerdings reagiert der Körper dann auch nicht mehr wie er sollte auf echte Gefahrensituationen. So ist erwiesen, dass Raucher bei Feuer in der Wohnung deutlich später aufwachen als Nichtraucher, eben weil die Lunge auf diesen Rauch genause desensibilisiert ist wie auf Zigarettenrauch.
Von: Alex am 26. Juni 2009
um 16:27